Über den LEI

LEI-Namensraum



Der LEI wird als URN-Namensraum (Uniform Resource Name) von der Internet Assigned Numbers Authority (IANA) anerkannt. Die IANA ist die für die globale Koordinierung der DNS-Roots, IP-Adressen und anderer Internetprotokolle zuständige Stelle. Die Anerkennung dieses Namensraums durch die IANA ist positiv für die globale Einheitlichkeit bei der Benennung eines LEIs und seine Darstellung als URN im Code.

URNs sind Ressourcenkennungen mit den spezifischen Anforderungen für eine standortunabhängige Bestimmung einer Ressource wie auch eine dauerhafte Bezugnahme. Ein Namensraum ist eine deklarative Region, die für darin befindliche Kennungen (die Bezeichnungen von Typen, Funktionen, Variablen usw.) einen Anwendungsbereich festlegt. Mit Namensräumen werden Code und Ressourcen in logischen Gruppen organisiert. Außerdem werden damit „Namenskollisionen“ vermieden, die durch uneinheitliche Namensreferenzen entstehen können.

Die LEI-URN hat folgendes Format (Groß- und Kleinschreibung muss nicht beachtet werden): URN:LEI:[aus 20 Zeichen bestehender LEI-Code] – Beispiel: urn:LEI:7LTWFZYICNSX8D621K86

Die öffentliche Anerkennung des LEI-Namensraums und seiner Struktur sind ein wichtiger Schritt zur globalen Einheitlichkeit des LEI-bezogenen Codes. Diese Anerkennung bietet unter anderem die folgenden Vorteile:

  • Technische Klarheit und Standardisierung des LEIs, die zu größerer Sicherheit, Einheitlichkeit und größerem Vertrauen in den Namen des aus 20 Zeichen bestehenden LEI-Codes führen.
  • Softwareanwendungen können die zugewiesenen URNs einfach verwenden und auflösen (z. B. durch Unterscheidung zwischen verschiedenen URN-Namensräumen, beständige Bestimmung von Ressourcen oder sinnvolle Auflösung und Abruf von mit dem URN-Namensraum verbundenen Diensten).
  • Die Möglichkeit zur Auflösung des LEIs auf seine Rechtsträger- und Beziehungsdaten für jeden relevanten Zweck.

Beispiel für einen Anwendungsfall:

  • Unternehmen A mit Sitz in Europa erhält von Unternehmen B mit Sitz in China einen LEI-Code über einen sicheren Mechanismus, wie ein digitales Zertifikat oder verifizierbare Berechtigungsdaten.
  • Unternehmen A kann überprüfen, dass der LEI von Unternehmen B ordnungsgemäß gebildet wurde, indem es die URN-Definition von einem Dritten, wie der IANA, abruft.
  • Mit der Definition kann Unternehmen A die richtige Syntaxkonformation gemäß ISO 17442 überprüfen und feststellen, ob der LEI korrekt benannt ist.

GLEIF hat die Anerkennung des LEI-Namensraums von der IANA infolge einer Anfrage der stellvertretenden Vorsitzenden der W3C Rights Automation Community Group beantragt. Gegenstand dieser Anfrage war, dass der LEI für die Bestimmung von Parteien verwendet werden sollte, die Marktdaten nutzen (Börsen, Vermittler, Banken usw.). Die stellvertretenden Vorsitzenden baten GLEIF konkret darum, eine mit LEIs verbundene URN-Namensraum-Kennung (RFC 8141) zu entwickeln.

Wo sich der LEI-Namensraum befindet

Der LEI-Namensraum kann auf der Website der IANA zusammen mit einer vollständigen Liste der regulierten Kennungen abgerufen werden.

Public Technical Identifiers (PTI) ist für die Koordinierung und Prüfung der einzigen Kennungen im Internet zuständig.