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Grundsatzpapier des LEI ROC über Level 2-Daten



Das Legal Entity Identifier Regulatory Oversight Committee (LEI ROC) (LEI ROC) veröffentlichte am 10. März 2016 nach einer öffentlichen Anhörung das Dokument mit dem Titel „Erhebung von Daten über direkte und ultimative Muttergesellschaften von Rechtsträgern im Global LEI System – Phase 1“ (Collecting data on direct and ultimate parents of legal entities in the Global LEI System – Phase 1), das unten zum Herunterladen zur Verfügung steht. Das Grundsatzpapier beschreibt die Richtliniengestaltung für einen Prozess zur Erhebung von „Level 2“-Daten („Wer gehört wem“), das die existierenden „Level 1“-Daten („Wer ist wer“) ergänzt.

Die Hauptmerkmale des LEI ROC-Dokuments sind im Bericht wie folgt zusammengefasst:

  • Rechtsträger, die einen LEI besitzen oder erwerben, würden ihre „ultimative bilanzierende konsolidierende Muttergesellschaft“ – den Konzernabschluss aufstellenden Rechtsträger der obersten Ebene – sowie ihre „direkte bilanzierende konsolidierende Muttergesellschaft“ melden. In beiden Fällen beruht die Identifikation der Muttergesellschaft auf der buchhalterischen Definition der Konzernbildung, die für diese Muttergesellschaft zutrifft.
  • Bilanzierungsdefinitionen wurden als Ausgangspunkt ausgewählt, da das LEI ROC entschied, dass ihre praktischen Merkmale die Beschränkungen überwiegen, die darauf zurückzuführen sind, dass sie für einen anderen Zweck konzipiert wurden, also für die Meldung von Beziehungen an Investoren gemäß dem Grundsatz der Unternehmensfortführung. Diese praktischen Eigenschaften sind: (i) Sie gelten sowohl für Finanz- als auch Nicht-Finanzunternehmen, (ii) ihre internationale Vergleichbarkeit hat sich nach einer größeren Konvergenz zwischen IFRS (International Financial Reporting Standards) und US GAAP (Generally Accepted Accounting Principles) in Hinblick auf den Umfang der Konzernbildung verbessert und (iii) sie werden weithin genutzt, sind öffentlich verfügbar und ihre Implementierung wird regelmäßig von externen Wirtschaftsprüfern geprüft.
  • Die gesammelten Informationen würden im Global LEI System veröffentlicht und stünden den öffentlichen Behörden und Marktteilnehmern deshalb kostenlos zur Verfügung. Um Probleme im Zusammenhang mit der Erhebung von Daten zu Muttergesellschaften zu berücksichtigen, die über keinen LEI verfügen, werden die Daten zu Muttergesellschaften ohne LEI zunächst nicht veröffentlicht. Zu diesem Zeitpunkt erfasst das Global LEI System nur Beziehungsdaten, die in Übereinstimmung mit dem jeweils gültigen rechtlichen Rahmen öffentlich gemacht werden dürfen.
  • Rechtsträger würden Beziehungsinformationen an die LEI-Vergabestellen des Global LEI Systems melden, die die Beziehungsinformationen basierend auf öffentlichen Dokumenten, sofern solche zur Verfügung stehen (z. B. Listen von Tochtergesellschaften in geprüften Konzernabschlüssen), oder anderen Quellen verifizieren.
  • Informationen zu Muttergesellschaften wären Teil der Informationen, die für die Vergabe oder Verlängerung eines LEIs eingereicht werden müssen, aber mit der Option, die Angabe dieser Informationen auf Grundlage der im LEI-ROC-Bericht aufgeführten Gründe zu verweigern.

Die Global Legal Entity Identifier Foundation (GLEIF) hat die organisatorischen und technischen Standards entwickelt, die zur Erhebung von Daten über direkte und ultimative Muttergesellschaften von Rechtsträgern im Global LEI System benötigt werden.


Relevante Dateien zum Herunterladen

Als PDF herunterladen: LEI Regulatory Oversight Committee: „Erhebung von Daten über direkte und ultimative Muttergesellschaften von Rechtsträgern im Global LEI System – Phase 1“ (LEI Regulatory Oversight Committee: ‘Collecting data on direct and ultimate parents of legal entities in the Global LEI System – Phase 1’)