Über den LEI Code-Listen

GLEIF-Code-Liste der gerichtlichen Zuständigkeiten



Die Global Legal Entity Identifier Foundation (GLEIF) veröffentlicht die „Code-Liste der gerichtlichen Zuständigkeiten“ (Accepted Legal Jurisdictions Code List) (die weiter unten als Download zur Verfügung steht). Die Liste basiert auf Standard 3166 der Internationalen Organisation für Normung (ISO) und enthält über 300 verschiedene Codes.

Laut Definition des Legal Entity Identifier (LEI) Common Data File (CDF) Format Version 2.1 bezeichnet „Gerichtliche Zuständigkeit“ den Rechtsraum der rechtmäßigen Gründung und Eintragung des Rechtsträgers (von der auch das Datenelement „Rechtsform“ abhängig ist). Das XML-Schema des LEI-CDF Formats Version 2.1 validiert das Feld „Gerichtliche Zuständigkeit“ mit einem Wert des Typs „Code der gerichtlichen Zuständigkeit“, der dem ISO-Standard 3166 entspricht und entweder:

  • ein aus zwei Zeichen bestehender Ländercode nach ISO 3166-1 Alpha-2 oder
  • ein Regionalcode nach ISO 3166-2 ist.

Zur Sicherstellung der Harmonisierung und einheitlichen Anwendung von Länder- und Unterbereichscodes, die die „gerichtliche Zuständigkeit“ für einen Rechtsträger unter den verschiedenen LEI-Vergabestellen definieren, führt GLEIF eine Liste der akzeptierten ISO 3166 Codes nach Ländern ein, die bereits bestehende und neu eingeführte Standards und Formate im Global LEI System berücksichtigt. Diese Liste wurde gemäß dem zugrunde liegenden LEI-Standard ISO 17442, LEI-CDF Format Version 2.1 und entsprechenden im Global LEI System enthaltenen Regeln und Standards erstellt. Darüber hinaus berücksichtigt GLEIF weitere Aspekte wie die Gesetze der betreffenden Provinz bzw. des betreffenden Territoriums sowie auf Bundesebene.

Beschreibung der Richtlinie

Die allgemeine Richtlinie sieht die Vorbelegung von ISO 3166-1 Alpha-2 im Feld „Gerichtliche Zuständigkeit“ vor, sofern nicht die Verwendung des Unterbereichscodes (3166-2) vorgeschrieben ist. Für bestimmte Rechtsräume wird ISO 3166-2 ausgewählt, da einige Rechtsträgerformen nur auf Unterbereichsebene gültig sind.

In allen Fällen, in denen sowohl ein Ländercode (ISO 3166-1) als auch ein Unterbereichscode (ISO 3166-2) vorhanden ist, wird ausschließlich der Ländercode als Wert akzeptiert, um Mehrdeutigkeit zu beseitigen und die Einheitlichkeit innerhalb des Systems zu erhöhen.

Umsetzung der GLEIF-Code-Liste der gerichtlichen Zuständigkeiten

Der Standard betreffend „gerichtliche Zuständigkeiten“ deckt insgesamt mehr als 300 verschiedene Rechtsräume ab. Die LEI-Vergabestellen sollten diese Richtlinie zur Aktualisierung der „gerichtlichen Zuständigkeiten“ im Zuge des LEI-Vergabeverfahrens annehmen.

GLEIF veröffentlichte dieses Dokument am 2. April 2019. Danach haben die LEI-Vergabeorganisationen drei Monate Zeit für die Umsetzung. Dieser Standard gilt für alle neu ausgegebenen oder geänderten LEIs, die nach dem 1. Juli 2019 mit dem Registrierungsstatus ISSUED, PENDING_ARCHIVAL und PENDING_TRANSFER veröffentlicht werden.

Es ist zu erwarten, dass alle bestehenden LEIs mit dem Registrierungsstatus ISSUED, LAPSED, PENDING_ARCHIVAL und PENDING_TRANSFER bis 1. Juli 2020 dem betreffenden Teilsatz der akzeptierten Werte entsprechen werden. Dies eröffnet die Möglichkeit eines vollen Verlängerungszyklus; in diesem Zeitraum sollten die LEI-Vergabestellen dem Rechtsträger eine einfache Möglichkeit einräumen, die Daten gemäß dem aktuellen Dokument zu ändern. LEI-Vergabestellen sind nicht verpflichtet, Aktualisierungen von LEIs vorzunehmen, die inaktiven Rechtsträgern mit dem Registrierungsstatus DUPLICATE, ANNULLED, RETIRED oder MERGED zugeordnet sind. Während und nach der Umsetzungsperiode überwacht GLEIF die Aktualisierungen des Feldes „Gerichtliche Zuständigkeit“ durch verschiedene LEI-Vergabestellen.

Interessierte Parteien, die Empfehlungen für den Inhalt der GLEIF-Code-Liste der gerichtlichen Zuständigkeiten abgeben möchten, sind eingeladen, eine E-Mail an LJ@gleif.org zu senden.


Relevante Dateien zum Herunterladen