Ein Blick hinter die Kulissen eines regulierten Marktes für digitale Vermögenswerte: Was nötig ist, damit Institutionen Web3 vertrauen
Da sich Hongkongs regulierter Markt für digitale Vermögenswerte von Pilotprojekten hin zu institutionstauglichen Produkten entwickelt, müssen Banken und Investoren wissen, wer hinter den einzelnen Wallets, Emittenten und Gegenparteien steht.
In Folge 15 von „Trust Talks“ spricht Alexandre Kech, CEO von GLEIF, mit Rachel Lee, Leiterin des Bereichs Blockchain und digitale Vermögenswerte bei Cyberport, Hongkongs staatlichem Hub für digitale Technologien. Rachel war rund 10 Jahre bei der Hong Kong Exchanges and Clearing (HKEX) tätig und kam vor etwa vier Jahren zu Cyberport. Seitdem ist die dortige Community für digitale Vermögenswerte von 70 oder 80 Unternehmen auf mehr als 320 angewachsen.
Das Gespräch beginnt mit einer Lücke, die die Blockchain offen lässt: Wer steht hinter einer Wallet, und wie verknüpft die organisatorische Identität On-Chain-Aktivitäten mit der Off-Chain-Rechenschaftspflicht? Rachel erklärt, wie Hongkongs Lizenzierungssysteme – darunter die ersten Lizenzen der Hong Kong Monetary Authority für Stablecoin-Emittenten – Web3-Projekte in Richtung einer institutionentauglichen Infrastruktur vorantreiben und warum Institutionen immer noch zögern, Partnerschaften mit Web3 einzugehen. Sie erläutert, wo wiederverwendbare, überprüfbare Berechtigungsnachweise am meisten helfen – von der Einbindung institutioneller Wallets bis hin zur Überprüfung von Token-Emittenten. Die beiden diskutieren zudem, wie der Legal Entity Identifier (LEI) und der digitalisierte und kryptografisch verifizierbare LEI (vLEI) zusammen mit Hongkongs CorpID dazu beitragen können, dass Unternehmen ihre Identität über verschiedene Rechtsräume hinweg nachweisen können.
Was ist das Wichtigste?
Rachel Lee: „Ich denke, Institutionen würden mehr Vertrauen schaffen, wenn jede wichtige Handlung auf eine verifizierte Einheit, eine autorisierte Person oder eine klare Regel und ein nachvollziehbares Ergebnis zurückgeführt werden könnte. Genau hier kommt die digitale Identität ins Spiel.“
Jetzt anhören: linktr.ee/TrustTalks
