Über den LEI Common Data File Formate

Level 2-Daten: Parent Reference Data Format



Der Legal Entity Identifier (LEI)- Datenbestand enthält die „Level 2“-Daten, um eine Antwort auf die Frage „Wer gehört wem?“ zu geben. Insbesondere geben Rechtsträger, die einen LEI besitzen oder erwerben, künftig ihre „direkte buchhalterisch übergeordnete Muttergesellschaft“ und ihre „ultimative buchhalterisch übergeordnete Muttergesellschaft“ an.

Im Hinblick auf direkte und ultimative Muttergesellschaften mit und ohne einen LEI gelten getrennte Verfahren.

Falls die direkten und/oder ultimativen Muttergesellschaften eines LEI-Registrierten keinen LEI haben, gilt Folgendes: Die Tochtergesellschaft ist verpflichtet, die Referenzdaten zu ihren direkten und ultimativen Muttergesellschaften der LEI-Vergabestelle gemäß dem Dokument mit dem Titel „Parent Reference Data Format“ zu melden. Dieses Dokument definiert das technische Format, das festlegt, wie Referenzdaten für Muttergesellschaften ohne einen LEI gespeichert und zwischen LEI-Vergabestellen und der Global Legal Entity Identifier Foundation (GLEIF) übertragen werden. Das Parent Reference Data Format basiert auf dem aktuellen LEI Common Data File (LEI-CDF) Format Version 1.0.

Im November 2016 hat GLEIF das Dokument „Parent Reference Data Format“ Version 1.0 zu Informationszwecken veröffentlicht. Im Mai 2017 veröffentlichte GLEIF ein weiteres Update: Parent Reference Data Format Version 1.1. Das Dokument mit detaillierten technischen Spezifikationen und die entsprechende XML-Schemadefinition können unten auf dieser Seite heruntergeladen werden. Die mit Version 1.1 eingeführten Änderungen im Vergleich zum Parent Reference Data Format Version 1.0 sind geringfügig und abwärtskompatibel. Diese Änderungen werden in Abschnitt 1.7 des unten bereitgestellten Dokuments mit technischen Spezifikationen erläutert.

Das Parent Reference Data Format erfordert die Eingabe folgender Datenelemente durch den Rechtsträger, dessen direkte und ultimative Muttergesellschaft keinen LEI führen:

  • rechtlicher Name.
  • eingetragene Adresse der Gesellschaft.
  • Hauptsitz des Unternehmens.
  • Angaben zum Gesellschaftsregister (falls verfügbar): Identifikation des Registers und der Registernummer der Muttergesellschaft.

Weitere für das LEI-CDF Format gültige Datenelemente können auf Wunsch der LEI-Vergabestelle zusammen mit den Referenzdaten der Muttergesellschaft bereitgestellt werden, dies ist jedoch optional.

Während der Anfangsphase werden die von einer Tochtergesellschaft gemeldeten Referenzdaten für ihre direkten und ultimativen Muttergesellschaften, die keinen LEI führen, nicht veröffentlicht.

In seinem Bericht „Erhebung von Daten über direkte und ultimative Muttergesellschaften von Rechtsträgern im Global LEI System – Phase 1“ (Collecting data on direct and ultimate parents of legal entities in the Global LEI System – Phase 1) legt das LEI Regulatory Oversight Committee (LEI ROC) Einzelheiten hinsichtlich der direkten und ultimativen Muttergesellschaften fest, die keinen LEI führen: Ursprünglich „gaben die öffentlichen Referenzdaten der Tochtergesellschaft nur an, dass eine Muttergesellschaft existiert, dass jedoch die Muttergesellschaft dem Erwerb eines LEI nicht zustimmt oder nicht kontaktiert werden konnte.“ Es fanden drei spezifische Regeln auf die über Muttergesellschaften ohne LEIs erhobenen Daten Anwendung (Metadaten über Muttergesellschaften):

  • „Es gab keine andere Verifizierung der Metadaten über Muttergesellschaften als die Dokumente, die bereits zur Etablierung der Beziehung verwandt wurden, um überhöhte Kosten für das Global LEI System im Vergleich zu den Situationen, in denen der LEI der Muttergesellschaft bereitgestellt ist, zu vermeiden.“ Diese Informationen halfen LEI-Vergabestellen bei der zumindest jährlichen Verifizierung dessen, dass die Muttergesellschaft keinen der Tochtergesellschaft unbekannten LEI besitzt.
  • „Durch die Nichtveröffentlichung von Metadaten über Muttergesellschaften und von Beziehungen zwischen Tochtergesellschaften basierend auf diesen Metadaten über Muttergesellschaften würde zusätzliche Zeit gewonnen, um basierend auf realen Fällen nachzuprüfen, ob eine Veröffentlichung dem Global LEI System schaden würde, einschließlich Bedenken, dass diese Daten geringerer Qualität die Reputation des Global LEI Systems und die Einführung des LEI berühren könnten.“
  • Solange Metadaten über Muttergesellschaften nicht veröffentlicht werden, können auf diese Daten nur GLEIF und Angehörige des LEI ROC zugreifen.

Das Grundsatzpapier des LEI ROC legt zudem dar, dass das LEI ROC spätestens sechs Monate nach dem Start der effektiven Erhebung von Beziehungsdaten durch die LEI-Vergabestellen „festlegen wird, ob die Metadaten zu Muttergesellschaften im Rahmen der Referenzdaten der Tochtergesellschaft veröffentlicht werden können“ oder ob mehr Zeit benötigt wird, „um etwaige Probleme im Zusammenhang mit der Veröffentlichung anzugehen, wobei die Veröffentlichung so bald wie möglich stattfinden soll.“

Informationen über Beziehungsdaten von LEI-Registrierten, deren direkte und / oder ultimative Muttergesellschaften über einen LEI verfügen, finden Sie auf der folgenden GLEIF-Webseite: Level 2-Daten: Relationship Record (RR)-CDF Format.

Bitte richten Sie Fragen zum Parent Reference Data Format an leidata@gleif.org.


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