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Strategische Trends in der Datenqualität: Von KI-Innovationen zu skalierbarem Vertrauen im Jahr 2026

Hochwertige Daten sind mehr als nur ein Maßstab – sie sind eine strategische Notwendigkeit für globales Vertrauen, Compliance und Interoperabilität. In diesem Blogbeitrag untersucht Zornitsa Manolova, Leiterin des Bereichs Datenqualität und Datenwissenschaft bei GLEIF, die wichtigsten Trends, die zum Aufbau einer transparenteren Weltwirtschaft beitragen.


Autor: Zornitsa Manolova

  • Datum: 2026-01-08
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In einer zunehmend vernetzten Weltwirtschaft ist die Fähigkeit von Organisationen, Daten zu vertrauen und effektiv zu nutzen, die Grundlage für Innovation, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit.

Ein hochwertiges Datenökosystem ist ein Motor für Wandel und Innovation und ermöglicht es Unternehmen, neue Chancen zu erkennen und zu nutzen. Gleichzeitig kann eine geringe Datenqualität zu Ineffizienzen führen und das Unternehmen regulatorischen Risiken und Reputationsrisiken aussetzen.

Die GLEIF hat sich der Optimierung der Qualität, Zuverlässigkeit und Verwendbarkeit von LEI-Daten verschrieben. Seit 2017 veröffentlicht sie spezielle Monatsberichte, um das im Globalen LEI-System erreichte Gesamtniveau der Datenqualität transparent darzustellen.

Um das Verständnis und das Bewusstsein der Branche für die Initiativen zur Datenqualität der GLEIF zu fördern, werden in dieser neuen Blog-Reihe die wichtigsten Kennzahlen aus den Berichten vorgestellt.

Der Blogbeitrag dieses Monats gibt einen Überblick über die wichtigsten Erfolge des vergangenen Jahres und skizziert, was 2026 zu erwarten ist.

Der Abschluss des Berichtsjahres 2025 bietet eine wertvolle Gelegenheit, über die Fortschritte im Globalen LEI-System nachzudenken und einen Blick auf die Zukunft zu werfen.

Im Jahr 2026 wird die GLEIF kooperativ arbeiten und auf der bedeutenden Dynamik des vergangenen Jahres aufbauen, um das transformative Potenzial der KI zu nutzen, die Vernetzung zwischen Datenökosystemen zu fördern und unser Engagement für Datenqualität und operative Exzellenz zu bekräftigen:

Förderung von KI-Innovationen

Eine wichtige Priorität für die GLEIF ist es, zu untersuchen, wie KI praktische Innovationen ermöglichen kann, die das Vertrauen in das globale LEI-System stärken.

Die Integration des KI-basierten Tools LENU zur Erkennung der Rechtsform von Rechtsträgern in das Datenqualitäts-Framework der GLEIF war ein wichtiger Meilenstein im Jahr 2025. Diese Funktion ist nun in unsere proaktiven Datenprüfungen eingebettet. Sie unterstützt die kontinuierliche Verbesserung der Datenqualität in großem Maßstab und eröffnet damit breitere Möglichkeiten für eine effizientere Überwachung und eine höhere Präzision beim Datenmanagement.

Auch im Jahr 2026 wird die GLEIF weiter untersuchen, wie KI die Datenqualitätsprüfungen verbessern kann, darunter intelligentere Validierungslogiken und adaptivere, risikobasierte Ansätze. Wir werden auch weitergehende Möglichkeiten zur Nutzung von KI untersuchen, um die Beziehungsinformationen zu verbessern und das Verständnis der Verknüpfungen zwischen Datensätzen zu vertiefen.

Dies wird durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit unterstützt. Im November 2025 kamen Mitglieder des Regulatory Oversight Committee (ROC), der GLEIF und der LEI-Vergabestelle zu einem offenen und zukunftsorientierten Austausch über KI zusammen. Die Diskussionen befassten sich damit, wo KI bereits heute einen Mehrwert schaffen kann, von der Verbesserung der Datenqualität und -validierung bis hin zur Unterstützung effizienterer Abläufe und Benutzererfahrungen, und wo wir angesichts der technologischen Entwicklung umsichtig und bedacht vorgehen müssen. Diese Diskussionen spiegelten das gemeinsame Engagement wider, das globale LEI-System vertrauenswürdig, interoperabel und zweckmäßig zu halten und gleichzeitig Innovationen zu begrüßen, die es stärken können.

Verbesserung der Interoperabilität zwischen Datenökosystemen

Die Erhöhung der Interoperabilität zwischen Datenökosystemen ist entscheidend für die Unterstützung der globalen Nutzergemeinschaft, die auf vertrauenswürdige, gut vernetzte Open Data angewiesen ist, um Innovationen und bessere Entscheidungsfindungen zu ermöglichen.

In Anerkennung dieser Notwendigkeit hat sich die GLEIF gerne an der Analytics-Überprüfung des BIS Innovation Hub beteiligt, deren Schwerpunkt auf der Nutzung von Open Data und fortschrittlichen Analysen für das öffentliche Wohl lag. Unser Beitrag – The Transparency Fabric 2.0 – zeigte, wie offen zugängliche LEI-Daten in Kombination mit modernen Analysetechniken die Transparenz erhöhen, die Risikobewertung unterstützen und das Verständnis für die globale Vernetzung verbessern können.

Unsere Erfahrungen mit der Entwicklung von Transparency Fabric 2.0 haben auch gezeigt, dass die Skalierung der Transparenz eine noch breitere Zusammenarbeit zwischen vertrauenswürdigen Open Data-Quellen erfordert. Aus diesem Grund haben wir auch das Global Open Data Integration Network (GODIN) ins Leben gerufen. GODIN hat zum Ziel, gut verwaltete, öffentlich zugängliche Datensätze aus zuverlässigen Quellen miteinander zu verbinden und sie mit dem LEI zu verknüpfen. Durch die Stärkung der Interoperabilität und die Ermöglichung umfassenderer Einblicke über verschiedene Rechtsräume hinweg festigt GODIN die Rolle des LEI als zentraler Knotenpunkt in der globalen Datenlandschaft. Im Jahr 2026 werden die ersten Zuordnungen über GODIN veröffentlicht, wobei die Entwicklung und Erweiterung des Netzwerks das ganze Jahr über fortgesetzt wird und weitere Zuordnungen zur Veröffentlichung geplant sind.

Stärkung der Datenqualität und Förderung operativer Exzellenz

Entscheidend ist, dass unsere Arbeit zur Förderung von Innovation und Interoperabilität im globalen LEI-System durch unser anhaltendes Engagement für Datenqualität und operative Exzellenz untermauert wird.

Im Jahr 2025 haben wir unser Rahmenwerk für die Datenqualität weiter verbessert, um sicherzustellen, dass die LEI-Referenzdaten korrekt, vollständig und vertrauenswürdig bleiben. So wurde beispielsweise eine neue Version der Datenqualitätsregeln veröffentlicht und von den LEI-ausgebenden Organisationen übernommen, wodurch eine solidere Grundlage für konsistente Validierungsprozesse geschaffen wurde.

Diese Bemühungen führen zu bedeutenden Fortschritten. Am Ende jedes Jahres reflektieren wir, wie sich das globale LEI-System weiterentwickelt. In den letzten drei Jahren hat sich das System nachhaltig verbessert: Die Datenqualität stieg von 99,96 im Jahr 2023 auf 99,99 im Jahr 2024 und blieb 2025 auf diesem Niveau stabil. Gleichzeitig zeigt die Verteilung der erreichten Reifegrade unter den LEI-Vergabestellen eine deutliche positive Veränderung. Die Zahl der LEI-Vergabestellen in der Kategorie „Unzureichend” ist deutlich zurückgegangen, während die Zahl der Vergabestellen, die die Stufen „Erforderlich” und „Erwartet” erfüllen, stetig gestiegen ist. Die Gruppe der LEI-Vergabestellen, die die Stufe „Ausgezeichnet” erreichen, ist unverändert stark geblieben.

Auch die operative Leistung hat sich weiter verbessert. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 62.886 Überprüfungen geklärt. Dies sind zwar etwas weniger als im Vorjahr, aber die durchschnittliche Bearbeitungszeit hat sich deutlich verbessert und ist von 33 Tagen auf 14 Tage gesunken, was die gesteigerte Effizienz und Reaktionsfähigkeit des gesamten Systems widerspiegelt.

Anerkennung der Bedeutung der Zusammenarbeit

Wenn wir auf die unbestreitbaren Fortschritte und Erfolge des vergangenen Jahres zurückblicken, sticht vor allem der Geist der Zusammenarbeit hervor. Die Zusammenführung von Regulierungsbehörden, GLEIF und LEI-Vergabestellen in einem gemeinsamen Dialog schafft den richtigen Raum, um Annahmen zu überprüfen, Prioritäten abzustimmen und vielversprechende Ideen in konkrete Fortschritte umzusetzen. Der Austausch war wirklich hilfreich und produktiv und hat erneut gezeigt, wie viel Dynamik wir entwickeln können, wenn wir zusammenarbeiten.

Mit Blick auf die Zukunft wird eine nachhaltige Zusammenarbeit dazu beitragen, dass Innovationen verantwortungsbewusst vorangetrieben werden und mit den Grundsätzen des Globalen LEI-Systems im Einklang stehen – damit der LEI ein zuverlässiger globaler Standard bleibt, der mit dem technologischen Fortschritt und den regulatorischen Erwartungen Schritt hält. Die GLEIF freut sich darauf, diese Arbeit mit allen Partnern und Interessengruppen fortzusetzen, um eine noch transparentere, interoperablere und vertrauenswürdigere Zukunft zu gestalten.

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Über den Autor:

Zornitsa Manolova leitet das Team für Datenqualitätsmanagement und Datenwissenschaft bei der Global Legal Entity Identifier Foundation (GLEIF). Seit April 2018 ist sie für die Erweiterung und Verbesserung der etablierten Rahmenordnung zu Datenqualität und Daten-Governance durch Umsetzung innovativer Ansätze zur Datenanalyse zuständig. Zuvor leitete sie Projekte zur Analyse forensischer Daten im Rahmen internationaler Finanzuntersuchungen bei PwC Forensics. Sie verfügt über ein deutsches Diplom in Informatik mit Schwerpunkt auf Maschinellem Lernen von der Philipps-Universität Marburg.


Tags für diesen Artikel:
Datenverwaltung, Datenqualität, Open Data, Global LEI Index, Global Legal Entity Identifier Foundation (GLEIF), Legal Entity Identifier (LEI)