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Warum es im Zeitalter der KI wichtiger denn je ist, zu wissen, „wem wer gehört“

In diesem Blogbeitrag erläutert Clare Rowley, Leiterin des Bereichs Business Operations bei der GLEIF, die wachsende Bedeutung von Level-2-Daten im Globalen LEI-System für die Gewährleistung einer vertrauenswürdigen, interoperablen Unternehmensidentität und ermutigt die Interessengruppen, ihr Feedback zu teilen, um sicherzustellen, dass das System auch weiterhin den sich wandelnden Anforderungen der digitalen Wirtschaft gerecht wird.


Autor: Clare Rowley

  • Datum: 2026-05-21
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Künstliche Intelligenz (KI) verändert die globale Betrugslandschaft grundlegend: Identitätsbetrug, Dokumentenfälschung und durch KI generierte Fehlinformationen machen es schwierig, legitime von unzuverlässigen Inhalten zu unterscheiden. Digitale Interaktionen können sofort über Grenzen und Rechtsordnungen hinweg stattfinden, was neue Komplexitäten mit sich bringt.

Gleichzeitig konzentrieren sich die Regulierungsbehörden zunehmend auf die Herausforderungen, die sich aus den zugrunde liegenden Datenumgebungen ergeben. So hat beispielsweise die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) in ihrem jüngsten Zwischenbericht zur Vereinfachung der EU-Meldevorschriften für Fonds und Transaktionen hervorgehoben, wie fragmentierte Meldesysteme, uneinheitliche Datenstandards und doppelte Meldepflichten weiterhin operative Belastungen verursachen und die Verwertbarkeit von Aufsichtsdaten einschränken.

Die Vereinfachungsbemühungen der ESMA unterstreichen die wachsende Bedeutung von Interoperabilität, Standards und einem effizienteren Datenaustausch über alle Meldeökosysteme hinweg. Ob bei der Betrugsbekämpfung, der aufsichtsrechtlichen Berichterstattung oder im weiteren Sinne bei digitalen Interaktionen – diese Entwicklungen deuten auf dieselbe grundlegende Herausforderung hin: den Bedarf an vertrauenswürdigen, interoperablen und überprüfbaren Identitätsdaten von Organisationen.

Die Bedeutung der Frage „Wem gehört wer?“

Dies spiegelt wider, dass Organisationen zunehmend nicht nur erkennen müssen, „wer wer ist“, sondern auch, „wer wem gehört“. Ein umfassendes Verständnis der organisatorischen Beziehungen ist für das Risikomanagement, die Sorgfaltspflicht, die Gegenparteibewertung, die Compliance und die Markttransparenz unerlässlich. Komplexe Eigentumsverhältnisse, grenzüberschreitende Aktivitäten und fragmentierte Datenumgebungen erschweren es jedoch, einen klaren und zuverlässigen Überblick darüber zu gewinnen, wie Rechtsträger miteinander verbunden sind.

Der Legal Entity Identifier (LEI) begegnet dieser Überprüfung. Er beantwortet nicht nur die Frage„Wer ist wer?“, sondern hilft auch bei der Beantwortung der Frage„Wer besitzt wen?“, indem er vertrauenswürdige und standardisierte Informationen – sogenannte Level-2-Daten – über die direkten und obersten Muttergesellschaften von Rechtsträgern bereitstellt, sofern zutreffend. Dies hilft Organisationen, Eigentumsverhältnisse und Beziehungen über Rechtsordnungen und Märkte hinweg besser zu verstehen. Die GLEIF setzt sich aktiv dafür ein, dass Level-2-Beziehungsdaten diese Anforderungen weiterhin erfüllen, und lädt Interessengruppen ein, ihre Meinung in einer kurzen Umfrage mitzuteilen.

Transparenz von Beziehungen als Grundlage für Vertrauen

Um jedoch in miteinander verbundenen digitalen Ökosystemen einen sinnvollen Mehrwert zu schaffen, wissen wir, dass Identitätsdaten von Organisationen interoperabel, zugänglich, verständlich, aktuell, skalierbar und leicht in operative Arbeitsabläufe zu integrieren sein müssen. Organisationen benötigen vertrauenswürdige, nutzbare Daten, die sich nahtlos über Onboarding-, Compliance-, Berichts-, Zahlungs- und digitale Identitätssysteme hinweg über Rechtsordnungen und Sektoren hinweg bewegen lassen.

In diesem Zusammenhang unterstreichen die umfassenderen Bemühungen der ESMA zur Vereinfachung von Berichtsrahmen und zur Reduzierung doppelter Berichterstattung, dass effiziente und wiederverwendbare Berichtsmodelle davon abhängen, dass Unternehmen system- und länderübergreifend eindeutig und konsistent identifizierbar sind. Wenn vertrauenswürdige Identitätsdaten von Organisationen effizient fließen, verringert dies Reibungsverluste, verbessert die Transparenz und stärkt das Vertrauen in grenzüberschreitende Interaktionen und digitale Ökosysteme.

Als international anerkannte und standardisierte globale digitale öffentliche Infrastruktur (DPI) unterstützt das globale LEI-System diesen Bedarf durch die Bereitstellung von Unternehmenskennungen, die die Interoperabilität zwischen lokalen und nationalen Infrastrukturen verbessern. Dies trägt dazu bei, die Transparenz zu erhöhen, Reibungsverluste auf den globalen Märkten zu verringern und effizientere sowie vertrauenswürdigere Interaktionen zwischen Unternehmen, Regulierungsbehörden, Finanzinstituten und digitalen Plattformen zu ermöglichen.

KI erhöht die Bedeutung vertrauenswürdiger Daten

Wichtig ist, dass Daten sowohl vertrauenswürdig als auch interoperabel sein müssen. Da KI-Modelle und autonome Agenten zunehmend in Betriebsabläufe und Entscheidungsprozesse integriert werden, sind sie auf strukturierte Eingaben und überprüfbare Daten angewiesen, um zuverlässige Ergebnisse zu erzielen. Sind Informationen und Daten unvollständig, ungenau, veraltet, manipuliert oder nicht verfügbar, können automatisierte Systeme Fehlinformationen verstärken, Fehler verfestigen oder in großem Umfang unzuverlässige Ergebnisse liefern.

Da es immer schwieriger wird, von KI generierte und legitime Informationen voneinander zu unterscheiden, ist Transparenz hinsichtlich der Datenherkunft von entscheidender Bedeutung. Aus diesem Grund spielt die Bestätigung eine wichtige Rolle innerhalb des Globalen LEI-Systems.

Die GLEIF zeigt, wie eine autoritative Validierung dazu beitragen kann, Rohdaten in vertrauenswürdige Daten umzuwandeln. Durch die systematische Validierung von Referenzdaten zu Rechtsträgern anhand autoritativer Quellen und die klare Offenlegung des angewandten Validierungsniveaus sorgt das globale LEI-System für weitaus mehr Transparenz hinsichtlich der Datenherkunft und des Verifizierungsstatus. Dies trägt dazu bei, das Risiko von Fehlinformationen zu verringern, die Zuverlässigkeit von Modellen zu stärken und eine höhere Integrität in digitalen Ökosystemen zu fördern.

Weiterentwicklung des Globalen LEI-Systems im Einklang mit dem Markt

Da sich die Marktanforderungen ständig weiterentwickeln, setzen sich die GLEIF und das Regulatory Oversight Committee (ROC) weiterhin dafür ein, das globale LEI-System an die Bedürfnisse der Nutzer und das Feedback der Branche anzupassen. Beziehungsdaten der Stufe 2 spielen bei diesen Bemühungen eine zentrale Rolle. Über die regulatorische Berichterstattung hinaus unterstützen sie eine umfassendere Markttransparenz, verbessern die Sichtbarkeit von Organisationen, stärken die Risikobewertungsfähigkeiten und ermöglichen neue digitale Anwendungsfälle.

Aus diesem Grund lädt die GLEIF Interessengruppen ein, an einer kurzen Umfrage teilzunehmen, die sich auf die Verbesserung der Level-2-Beziehungsdaten konzentriert. Die durch die Umfrage gewonnenen Erkenntnisse werden dabei helfen, zu ermitteln, wo Verbesserungen die größte Wirkung erzielen können, darunter die Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit, die Vereinfachung der Integration in Arbeitsabläufe, die Stärkung der Interoperabilität, die Verbesserung der Konsistenz und die bessere Unterstützung sich wandelnder Marktbedürfnisse.

Füllen Sie die Umfrage hier aus.

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Über den Autor:

Clare Rowley ist Head of Business Operations der Global Legal Entity Identifier Foundation (GLEIF). Bevor sie zu GLEIF kam, arbeitete Frau Rowley bei der United States Federal Deposit Insurance Corporation (Einlagensicherungsfonds der USA), wo sie für Technologieinitiativen verantwortlich war, die die Abwicklungsprogramme der Banken verbessern und einen Beitrag zur Forschung über Subprime-Hypotheken leisten. Frau Rowley ist ein CFA® Charterholder und hat einen MS-Abschluss in Predictive Analytics von der Northwestern University.


Tags für diesen Artikel:
Datenverwaltung, Datenqualität, Open Data, Global LEI Index, Global Legal Entity Identifier Foundation (GLEIF), Legal Entity Identifier (LEI)