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GLEIF-Blogbeiträge
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Daten in Chancen verwandeln: Metric in Motion – Ausbau der Interoperabilität durch LEI-Mappings
Hochwertige Daten sind mehr als nur ein Maßstab – sie sind eine strategische Notwendigkeit für globales Vertrauen, Compliance und Interoperabilität. In diesem Blogbeitrag untersucht Zornitsa Manolova, Leiterin des Bereichs Datenqualität und Data Science bei der GLEIF, wie der kontinuierliche Ausbau des Mapping-Netzwerks der GLEIF die Interoperabilität zwischen verschiedenen Datenökosystemen erhöht und den Nutzen des globalen LEI-Systems erweitert.
Autor: Zornitsa Manolova
Datum: 2026-08-07
Ansichten:
Der Wert von Daten hängt zunehmend davon ab, wie leicht sie kombiniert und über das System hinaus genutzt werden können, in dem sie ursprünglich erstellt wurden. Da Organisationen auf Informationen aus einer wachsenden Zahl von Quellen zurückgreifen, ist eine solche Interoperabilität unerlässlich geworden, um effiziente Prozesse, fundierte Entscheidungen und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu unterstützen. Dies erfordert mehr als nur die Übertragung von Daten: Informationen müssen auch beim Austausch verständlich, vergleichbar und nutzbar bleiben.
Daten zu Rechtsträgern sind ein anschauliches Beispiel für diese Überprüfung. Ein und dieselbe Organisation kann über verschiedene Märkte, Plattformen und Datenanbieter hinweg unter unterschiedlichen Identifikatoren erscheinen, was es schwierig macht, festzustellen, ob sich separate Datensätze auf denselben Rechtsträger beziehen. Diese Fragmentierung kann zusätzlichen Abstimmungsaufwand verursachen, die Datenqualität beeinträchtigen und Organisationen daran hindern, sich ein vollständiges Bild von ihren Kunden, Geschäftspartnern und Geschäftsbeziehungen zu verschaffen.
Die Ergebnisse der jüngsten Pulse-Umfrage unterstreichen, wie wichtig es ist, einen gemeinsamen Bezugspunkt über Datenökosysteme hinweg zu etablieren. Fast 70 % der Befragten nannten die Einführung eines gemeinsamen Identifikators als den Ansatz mit dem größten Potenzial zur Verbesserung der Interoperabilität. Bis dies erreicht ist, bleibt eine zuverlässige Zuordnung an der Quelle die effektivste Alternative.
Die Vorteile des LEI-Mappings verstehen
Die Zuordnung bestehender Identifikatoren zum Legal Entity Identifier (LEI) bietet einen praktischen Weg, um die Unterschiede zwischen Systemen zu überbrücken. Durch die Verknüpfung etablierter Identifikationssysteme mit einem gemeinsamen Bezugspunkt ermöglichen LEI-Mappings es Organisationen, Datensätze zu verknüpfen und zu vergleichen, ohne die bereits verwendeten Identifikatoren oder die Infrastruktur ersetzen zu müssen. Mit zunehmender Abdeckung können Mappings die Identitätsauflösung verbessern, die Datenintegration vereinfachen und Informationen zu Rechtsträgern in einem breiteren Spektrum von Prozessen nutzbarer machen.
Der Wert einer Zuordnung hängt jedoch von der Zuverlässigkeit der dadurch hergestellten Verbindung ab. Im Rahmen ihres Dienstes zur Zertifizierung von LEI-Mappings bewertet die GLEIF die Methoden, Prozesse und Qualitätskontrollen, die Organisationen bei der Verknüpfung ihrer Identifikatoren mit dem LEI anwenden. Dies schafft mehr Vertrauen darin, dass Zuordnungsbeziehungen konsistent erstellt werden und von der breiteren Datengemeinschaft zuverlässig genutzt werden können.
Stärkung und Ausbau des Mapping-Netzwerks
Der Wert des Mapping-Netzwerks steigt mit zunehmender Abdeckung. Seit der Veröffentlichung des letzten Blogbeitrags zum LEI-Mapping im Oktober 2025 wurden bestehende Zuordnungen weiter ausgebaut und neue Zuordnungsbeziehungen eingeführt. Zusammen spielen diese Entwicklungen eine wichtige Rolle bei der Erweiterung der Interoperabilität und der Verbesserung der Nutzbarkeit von LEI-Daten in einem breiteren Anwendungsspektrum.
Hier finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Aktualisierungen des LEI-Mappings der GLEIF seit Oktober 2025:
SWIFT
GLEIF unterhält derzeit zertifizierte LEI-Mappings, die den LEI sowohl mit dem Business Identifier Code (BIC) als auch mit dem Market Identifier Code (MIC) verknüpfen, die von SWIFT verwaltet werden. Zusammen unterstützen diese Mappings die aufsichtsrechtliche Berichterstattung, die Aggregation von Gegenparteien, die Risikoüberwachung und den Datenabgleich.
Die Anzahl der BIC-zu-LEI-Zuordnungen ist um 0,3 % von 39.211 auf 39.338 gestiegen. Diese Zuordnungen verbinden Identifikatoren, die im Finanznachrichtenverkehr und im Zahlungsverkehr verwendet werden, mit standardisierten Daten zu Rechtsträgern.
Auch die Abdeckung der MIC-zu-LEI-Zuordnungen stieg um 1,5 % von 1.001 auf 1.016, wodurch die Verbindung zwischen Markt- und Handelsplatzkennungen und den entsprechenden Rechtsträgern gestärkt wurde.
Verband der nationalen Nummerierungsstellen (ANNA)
Die Zuordnung von ISIN-Codes (International Securities Identification Number) zu LEIs zeigt, welcher Rechtsträger das jeweilige Wertpapier emittiert hat. Sie verschafft den Nutzern einen klareren Überblick über die Beziehung zwischen Finanzinstrumenten und ihren Emittenten. Dies kann die Transparenz verbessern und eine einheitlichere Analyse über die Kapitalmärkte hinweg unterstützen.
Die ISIN-zu-LEI-Abdeckung hat sich von 7.441.649 Zuordnungen, die 94.015 einzelne Emittenten abdeckten, auf 9.040.992 Zuordnungen für 98.292 Emittenten ausgeweitet. Dies entspricht einem Anstieg der zugeordneten Beziehungen um 21,5 % und einem Anstieg der Anzahl der erfassten Emittenten um etwa 4,5 %.
S&P Global Market Intelligence
Die S&P CIQ-Datei mit Zuordnungen von Unternehmens-IDs zu LEIs ist um 9,9 % von 3.056.323 Datensätzen auf 3.358.416 gewachsen. Durch die Verknüpfung einer weit verbreiteten proprietären Unternehmens-ID mit dem LEI hilft das LEI-Mapping Unternehmen dabei, ihre internen Datensätze mit global standardisierten Unternehmensinformationen abzugleichen, was die Compliance, die Risikobewertung und die aufsichtsrechtliche Berichterstattung unterstützt.
OpenCorporates
Die Anzahl der mit der OpenCorporates-Datenbank verknüpften LEI-Datensätze stieg um 8,3 % von 1.529.589 auf 1.656.117. Dieses Mapping vereint LEI-Daten mit Unternehmensinformationen, die aus Unternehmensregistern zahlreicher Rechtsordnungen stammen, und erleichtert so die Überprüfung von Unternehmen sowie die Verknüpfung von Datensätzen über offene Datensätze hinweg.
Qichacha (QCC)
Dieses Mapping verknüpft Identifikatoren, die im chinesischen Unternehmensdatenumfeld verwendet werden, mit weltweit anerkannten LEIs und unterstützt so die grenzüberschreitende Compliance, Marktforschung und Analyse in Bezug auf in China ansässige Unternehmen.
Die Anzahl der Zuordnungen von QCC zu LEI ist leicht um 0,1 % von 1.930.040 auf 1.927.624 Beziehungen zurückgegangen. Diese geringfügige Veränderung unterstreicht jedoch den Wert aktiv gepflegter Beziehungsdateien, in denen Zuordnungen kontinuierlich überprüft, aktualisiert und entfernt werden, sobald sie nicht mehr gültig sind.
Global Energy Monitor (GEM)
GLEIF und GEM haben ein zertifiziertes Mapping zwischen der GEM-Entitäts-ID und dem LEI eingeführt, das es Nutzern ermöglicht, Informationen aus dem Energiesektor mit standardisierten Daten zu Rechtsträgern zu verknüpfen. Dies kann eine einheitlichere Identifizierung von Rechtsträgern unterstützen und die Kombination energiebezogener Datensätze mit Informationen aus anderen Märkten und Systemen erleichtern.
Die Zuordnung wird monatlich als Open Data-Zuordnungsdatei veröffentlicht und verknüpft etwa 6.017 GEM-Entitäts-IDs mit den entsprechenden LEIs. Die neueste Version des Jupyter Notebooks enthält ebenfalls diese neueste Ergänzung des LEI-Mappings, sodass Nutzer neben den anderen verfügbaren Zuordnungen auch untersuchen können, wie GEM-Entitäts-IDs mit den entsprechenden LEIs verknüpft sind.
Zuordnungen als Wegbereiter für Interoperabilität
Zuordnungen spielen eine wichtige Rolle bei der Förderung der Dateninteroperabilität, indem sie vertrauenswürdige Verknüpfungen zwischen Identifikatoren herstellen, die bereits in verschiedenen Systemen und Märkten vorhanden sind. Dies ermöglicht es, Informationen zu Rechtsträgern mit größerer Sicherheit zu vergleichen, abzugleichen und wiederzuverwenden. Dadurch lassen sich Doppelarbeit reduzieren, die Überprüfung von Rechtsträgern verbessern und Nutzer dabei unterstützen, Daten aus Quellen zu kombinieren, die ursprünglich nicht für die Zusammenarbeit konzipiert waren.
Da bestehende Beziehungsdateien erweitert werden und neue Zuordnungspartner dem Netzwerk beitreten, wird der LEI zu einer immer effektiveren Brücke zwischen Datenökosystemen. Jede vertrauenswürdige Verbindung stärkt die Grundlage für eine transparentere, effizientere und interoperablere Nutzung von Daten zu Rechtsträgern weltweit.
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Zornitsa Manolova leitet das Team für Datenqualitätsmanagement und Datenwissenschaft bei der Global Legal Entity Identifier Foundation (GLEIF). Seit April 2018 ist sie für die Erweiterung und Verbesserung der etablierten Rahmenordnung zu Datenqualität und Daten-Governance durch Umsetzung innovativer Ansätze zur Datenanalyse zuständig. Zuvor leitete sie Projekte zur Analyse forensischer Daten im Rahmen internationaler Finanzuntersuchungen bei PwC Forensics. Sie verfügt über ein deutsches Diplom in Informatik mit Schwerpunkt auf Maschinellem Lernen von der Philipps-Universität Marburg.